?Forschern gelingt Meilenstein“, ?Die Pille für den Mann rückt n?her“, ?Neue Hoffnung auf Pille für den Mann“. In den vergangenen Wochen hat wohl so ziemlich jede Zeitung, zum Teil mit fulminanten Worten, ein neues Verhütungsmittel in Aussicht gestellt, das ausnahmsweise einmal nicht die Frauen einzunehmen h?tten.
Einige Bl?tter sprachen gar von einer bahnbrechenden Entdeckung, die die US-Forscher um Martin Matzuk und James Bradner gemacht h?tten. Zur Erinnerung: Die beiden Wissenschaftler vom Baylor College of Medicine in Houston und der Harvard Medical School in Boston hatten in der Fachzeitschrift Cell eine Substanz namens JQ1 vorgestellt,http://www.whysm.com/news/html/?139747.html,AdidasSchuhe Wien, die ursprünglich als ein neues Krebsmedikament vorgesehen war, dann aber mit einer v?llig neuen Eigenschaft punktete: Der Wirkstoff verhindert die Reifung der m?nnlichen Spermien in den Hoden – und zwar nur so lange, wie er eingenommen wird.
Beim M?userich klappt es
Schnell musste der gespannte Leser jedoch feststellen, dass die vorgestellte Methode bislang nur bei M?usen funktioniert. Und dass es nicht sicher ist, ob sich das Verfahren in seiner jetzigen Form auf den Menschen übertragen l?sst. Eberhard Nieschlag h?lt das sogar für ziemlich unwahrscheinlich. ?Bei der verwendeten Substanz ist die Gefahr gro?,Adidas Schuhe, dass sie nicht nur in die Hoden, sondern auch ins Gehirn eindringt – und dort nicht kalkulierbare Sch?den anrichten würde“,Hollister Deutschland, sagt der ehemalige Leiter des Instituts für Reproduktionsmedizin am Universit?tsklinikum Münster.
Nieschlag hat sich wie kein zweiter Wissenschaftler in Deutschland sein ganzes Forscherleben lang damit besch?ftigt, eine Pille für den Mann zu entwickeln. Inzwischen klingt der emeritierte Professor ziemlich desillusioniert. ?Mit einem solchen Pr?parat l?sst sich kaum Geld verdienen“, sagt er. ?Und deswegen haben die Pharmafirmen kein Interesse daran, es auf den Markt zu bringen.“
Dabei war die Pille für den Mann immer wieder angekündigt worden. Vor allem das Berliner Unternehmen Schering hatte daran geforscht,Hollister, und mehrere Male schien ein Pr?parat kurz vor der Marktzulassung zu stehen. Doch als die Firma im Jahr 2006 von dem Pharmariesen Bayer geschluckt wurde, endete die Forschung an einem Verhütungsmittel für M?nner abrupt.
Der jüngste Tiefschlag auf dem Forschungsfeld wurde im vergangenen Jahr publik. Damals stoppte die WHO eine Studie, bei der eine Verhütungsspritze an rund 400 m?nnlichen Probanden getestet worden war. Die M?nner,Hollister Online Shop, die aus insgesamt acht L?ndern kamen, hatten alle acht Wochen einen Hormoncocktail aus einem Testosteron und einem künstlichen Gestagen erhalten. Kinder konnten die Probanden so keine mehr zeugen. Insofern h?tte die Anti-Baby-Spritze eigentlich als Erfolg verbucht werden k?nnen.
Allerdings klagte jeder zehnte Mann über Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen, eine ver?nderte Libido und Gewichtszunahme – Symptome also, die Frauen, die die Pille einnehmen, nur allzu gut kennen. ?Bei 90 Prozent der M?nner hat die Spritze reibungslos funktioniert“, lie? der Leiter der Studie, Michael Zitzmann vom Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie in Münster, im Sommer 2011 verlauten. ?Zehn Prozent mit Nebenwirkungen sind aber einfach zu viel.“ Vor allem ?ltere Familienv?ter litten unter unerwünschten Symptomen. So auch der englische Medizinjournalist Clint Witchalls, dreifacher Vater,Adidas Wien Schuhe, 41 Jahre alt: ?Noch vor ein paar Monaten strotzte ich vor Arroganz und Angeberei, heute bin ich oft ein j?mmerliches, wehleidiges Wrack“, bringt Witchalls die Erfahrungen, die er mit der Verhütungsspritze gemacht hat, in seinem Buch ?Die Pille und ich“ auf den Punkt.
Sind M?nner einfach zu wehleidig für ein hormonelles Mittel? ?Ich glaube schon, dass sie weniger leidensf?hig als Frauen sind“,HollisterDeutschland, sagt Eberhard Nieschlag. Interessant findet es der Experte zudem, dass in der Ethikkommission der WHO, die die Studie gestoppt hat, lauter M?nner sa?en: ?Und zwar keine Andrologen, sondern vorwiegend Gyn?kologen, die sich mit M?nnern kaum auskennen.“ Nieschlag kritisiert auch, dass es bei der Studie keine Kontrollgruppe gab. ?Aus früheren Untersuchungen wissen wir, dass M?nner, die nur ein Placebo erhalten, meist ebenfalls über Nebenwirkungen klagen“, sagt er. Er geht davon aus, dass sich Stimmungsschwankungen oder eine gest?rte Libido mit anderer Dosierung in den Griff bekommen lie?en.
Die Risiken schein kalkulierbar
Wolfgang Weidner, Pr?sident der Deutschen Gesellschaft für Andrologie, h?lt das Kapitel der hormonellen Pr?parate für M?nner im Grunde für beendet: ?Das Konzept ist gut, die Methode funktioniert – und trotzdem glaube ich nicht mehr daran,http://bbs.xxbbs.net/home.php?mod=space&uid=29845&do=blog&quickforward=1&id=74, dass genügend M?nner bereit sind, jahrelang Hormone zu schlucken“, sagt der Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie, Kinderurologie und Andrologie des Universit?tsklinikums Gie?en. ?ber den Abbruch der WHO-Studie wundert sich Weidner noch immer: WEidner: ?Bis heute sind, aus mir unerkl?rlichen Gründen, keine Details zu den Nebenwirkungen bekannt geworden.“ Er selbst h?lt die Risiken n?mlich durchaus für kalkulierbar.
Schieben die M?nner das Thema Verhütung also nach wie vor lieber ihren leidensf?higeren Partnerinnen in die Schuhe? Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. In einer Umfrage der Bayer Pharma AG aus dem Jahr 2007 hielten 49 Prozent der befragten M?nner eine Pille für den Mann zumindest für begrü?enswert. Wie viele der Befürworter ein Hormonpr?parat dann auch tats?chlich einnehmen würden, l?sst sich aus einer solchen Umfrage jedoch kaum herauslesen. Immerhin 18 Prozent der Befragten h?tten eine Antibabypille, die sie selber schlucken müssten, von vorneherein abgelehnt, berichtete der Leiter des Surveys, der Androloge Farid Saad, im Mai auf dem Europ?ischen Kongress für Endokrinologie in Florenz.
Ein Pr?parat, das nicht in den sensiblen Hormonhaushalt eingreift,http://deli-kago.com/main/bbs/ichioshi/index.cgi, h?tte bei den M?nnern wom?glich bessere Chancen. Der Ansatz mit JQ1 ist da nur eine m?glich Methode. Im Mai berichteten schottische Forscher im Fachblatt Plos Genetics, dass sie bei M?usen auf das Gen Katnal 1 gesto?en seien, das für die Entwicklung der Spermien unabdingbar sei. Blockiere man es,http://www.hollisterdeutschlandonlineshop.biz/, k?nnten die Spermien nicht ausreifen – die M?use würden vorübergehend unfruchtbar, schrieb das Team um Lee Smith vom Centre for Reproductive Health der University of Edinburgh.
Viele Ans?tze, wenig Erfolge
Ein Blick in medizinische Datenbanken zeigt allerdings: Solche und ?hnliche Ans,http://www.al-ailong.cn/news/html/?170163.html?tze gibt es zu Dutzenden,http://www.jingtongyuan.com/home.php?mod=space&uid=147. Bis heute ist jedoch keiner von ihnen über das Tierversuchsstadium hinausgekommen – zu gro? schien offenbar stets die Gefahr unkalkulierbarer Nebenwirkungen zu sein.
Bleiben M?nner, was die Verhütung angeht, also weiterhin im 19. Jahrhundert stehen? Man erinnere sich: Kondome gibt es seit 1840 und eine Vasektomie, die Durchtrennung der Samenleiter, wurde erstmals um 1890 vorgenommen. Ende November wird in Berlin der Europ?ische Kongress für Andrologie beginnen. Wolfgang Weidner ist einer der beiden Pr?sidenten dieser Tagung. ?Bis jetzt ist kein einziger Beitrag zum Thema Verhütungsmittel eingereicht worden“,HollisterOnlineShop, sagt er. Es bleibt zu befürchten,Hollister Online Shop Deutschland, dass sich auf dem Gebiet in absehbarer Zeit nur wenig tun wird.