Grohnde (dapd-nrd). Umweltschützer wollen am 9. März die Folgen eines Unfalls im Atomkraftwerk Grohnde simulieren. In einem Umkreis von etwa 40 Kilometern um das AKW würden unter anderem symbolische Auffanglager für Evakuierte und Ausgabestellen für Jodtabletten aufgebaut, teilten Bürgerinitiativen am Donnerstag mit. Im Kreis Northeim werde sich ein "Flüchtlingstreck mit Pferden" auf den Weg machen.
Insgesamt soll die "Menschen- und AktionsTitanketten" rund 350 Kilometer lang werden. Zahlreiche Vereine, Kirchengemeinden und Einzelpersonen hätten bereits ihre Teilnahme zugesagt. Eine solche Aktion habe es in Deutschland "noch nie gegeben", hieß es. Anlass ist der zweite Jahrestag des Reaktorunglücks im japanischen Fukushima.