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Flugzeug-Störer, Penalty-Killer und jetzt Demonstrations-Leuchte: Der Laserpointer wird – wie jetzt auch in Ägypten – zur alltäglichen Plage. Was soll das?


Die Bilder gingen um die Welt: Ein Armeehelikopter überfliegt während einer Demonstration den ägyptischen Präsidentenpalast und wird von Hunderten Laserpointern angestrahlt. Der Laserpointer diente bei den Demonstrationen in Ägypten sowohl als Fackel des Triumphes als auch als Waffe, die auf die Augen des Gegners gerichtet werden. Schon zwei Jahre zuvor bei Kundgebungen in Griechenland wurden Laserpointer 300mw kaufen Polizisten von Demonstranten geblendet. Traurige Tradition haben Laserpointer nicht mehr nur in griechischen Fussballstadien, wo Schütze oder Goalie beim Penalty angestrahlt werden.


Auch in der Schweiz werden Laserpointer zweckentfremdet und in gefährlicher Weise eingesetzt. Auf dem Flughafen Zürich verzeichnete man in den vergangenen vier Jahren 195 Laserattacken gegen landende Flugzeuge. Wie Mediensprecherin Sonja Zöchling gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet bestätigt, sind dies lediglich die Fälle, in denen Piloten so stark geblendet wurden, dass sie beim Tower in Zürich Meldung gemacht haben. «Aufgrund einer solchen Meldung wird umgehend die Polizei verständigt. Weil aber das Gebiet, aus dem die Laserattacke kommt, schwer einzugrenzen ist, ist es bisher noch nie zu einer Verhaftung gekommen.»


Attacken auf Piloten, Fussballer und Polizisten


Laserattacken gegen Flugzeuge sind auch in den USA keine Seltenheit. Die Gefährdung der Flugsicherheit durch Laserpointer wurde vor 1990 nur sporadisch registriert und nahm ab dem Jahr 1993 stetig zu. Heute werden der Starke Laserpointer 1000mw Bundesluftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten FAA mehr als 3000 Fälle jährlich gemeldet. Zu einem Unfall ist es bisher noch nicht gekommen. Die Störung des Flugbetriebs ist allerdings erheblich, wenn Flugzeuge den Landeanflug abbrechen müssen und durchstarten, was nicht selten der Fall ist.


Auch in Schweizer Fussballstadien werden Laserpointer zur Plage. Patrick Lienhart, Leiter Kommunikation beim FC Zürich: «Laserpointer sind bei uns auf der Liste der verbotenen Gegenstände. Unsere Leute bei der Eingangskontrolle sind angewiesen, solche Geräte zu beschlagnahmen.» Ihm ist nur eine Attacke im eigenen Stadion bekannt. «Jemand aus der Südkurve (der FC-Zürich-Fankurve) hat im letztenStadt-Derby einen GC-Spieler mit einem Laser geblendet.» Auch in internationalen Ligen und Turnieren kommt es immer wieder zu Laserattacken. Nicht nur Fussballer und Piloten werden von Laserpointern attackiert, auch Lokführer, Buschauffeure und private Auto- oder LKW-Lenker sind immer öfter Blendattacken ausgesetzt.


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Trendwaffe


Am 21. Juni 2013 wurde ein Polizist beim Einsatz gegen eine unbewilligte Kundgebung in Basel durch eine Laserattacke am Auge verletzt. Er musste hospitalisiert werden. Nur wenige Tage später haben Unbekannte Polizisten in einem Boot geblendet, als diese eine im Rhein treibende Person retten wollten.


Nach Mistgabeln, Pflastersteinen, Molotowcocktails laserpointer 100mw grün und Pyros scheint jetzt also der Laserpointer die Trendwaffe bei Demonstrationen zu sein. Dabei handelt es sich um alles andere als ein harmloses Gadget: Ein Laserangriff kann zu Verbrennungen der Fovea centralis, der Stelle des scharfen Sehens auf der Netzhaut, führen. Die Folge einer solchen Verletzung: irreparable, starke Minderung der Sehleistung.


Stärker als die Sonne


Auch ein schwacher Laserpointer hat eine stärkere Blendwirkung als die Sonne, wobei grüne Laser als besonders gefährlich gelten, da das menschliche Auge für grünes Licht ca. zehnmal empfindlicher ist als für alle anderen Farben. Die Stärke eines Laserpointers wird in der Leistungseinheit Milliwatt (mW) gemessen. Bis 5 mW gilt ein Laserpointer als bedingt unbedenklich. Wird das Auge von solch einem Laserstrahl getroffen, bietet der Lidschlussreflex genügend Sicherheit, da er die Einwirkungsdauer so reduziert, dass keine Netzhautschädigung eintritt. Da der Lidschlussreflex bei Kindern in den ersten zehn Lebensjahren noch nicht voll entwickelt ist, sollten Laserpointer von Kindern ferngehalten werden.


Laserpointer unter 5 mW Leistung entsprechen der Klasse 1. Die starken Geräte der Klassen 3R und 4 dürfen in der Schweiz nicht verkauft werden, können aber immer noch frei über das Internet bezogen werden und haben eine Leistung von 1000 mW und höher. Die Basler Polizei hat 2011 bei einer Feier einen 2000-mW-Laserpointer sichergestellt. Mit dem Gerät könnte auf mehrere Meter Distanz sogar ein Brand ausgelöst werden. Das Bundesamt für Gesundheit prüft, ob nicht nur der Verkauf, sondern auch der Erwerb, Besitz und Gebrauch von starken Laserpointern unter Strafe gestellt werden soll. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag werde derzeit erarbeitet. Darin sollen auch andere problematische Strahlungen reglementiert werden, wie etwa jene von Solarien.