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Sie schwört auf den Vintage-Stil „Shabby Chic“, hat ein feines Gespür für historische Kostüme und entwirft am liebsten Brautkleider mit dem besonderen Etwas: „Die Kleidermacherin“, so nennt sich Silvia Bierbaum. In ihrem Ottersberger Atelier an der Großen Straße kreiert die Industrieschneiderin historische Damenkleidung im Look des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Zugegeben, zu großer Berühmtheit hat es die Näherin mit ihrer Schneiderstube im Herzen Ottersbergs noch nicht gebracht. Doch das liegt weniger an der Fingerfertigkeit der Kleidermacherin als an der Außendarstellung. Denn wer auf der Großen Straße in Richtung Stuckenborstel unterwegs ist, muss schon sehr genau hinschauen, um das kleine Schaufenster am Haus mit der Nummer 60 zu entdecken. „Ich werde bald ein Werbeschild anbringen“, verspricht die versierte Schneiderin, die ihre Handwerkskunst akribisch mit Nadel und Faden betreibt und sich im Februar 2012 selbstständig gemacht hat.

Bekannt in der Mittelalterszene

In Fachkreisen – wozu insbesondere die Mittelalterszene gehört – hat es sich indes schon herumgesprochen, was Silvia Bierbaum mit ihren nostalgischen Nähmaschinen zu leisten imstande ist. Ob Korsetts, sogenannte Po-Kissen, Reifröcke, Nachthemden, Blusen oder Ballkleider – an ihrer Wirkungsstätte schneidert Silvia Bierbaum stilgetreue oder historisch-authentische Kostüme nach Maß, fertigt Alltags- und Festkleidung und auch erotisierende Stücke nach Wunsch an.

Besonderes Augenmerk legt die Hamburgerin, die früher als Schneiderin beim Altonaer Theater tätig war, jedoch auf historische Brautkleider. So muss Silvia Bierbaum auch nicht lange überlegen, wenn sie nach ihrem Lieblingsstück gefragt wird. „Das ist ein Brautkleid mit einem Schnittmuster aus dem Jahr 1870, das ich für eine zierliche Braut gefertigt habe“, erzählt Silvia Bierbaum und deutet auf das gute Stück, das derzeit die Auslage im Schaufenster ziert.

Inspiriert von einer TV-Serie

„Es ist aber unverkäuflich, ich gebe es nicht her“, ergänzt die Schneiderin, die 20 Arbeitsstunden in das Kleid gesteckt hat. Doch wer nimmt eigentlich Kontakt zur Ottersberger Kleidermacherin auf? „Meine Kundinnen sind in jeder Hinsicht sehr weiblich, kultiviert, extravagant und zeigefreudig“, beschreibt Silvia Bierbaum ihre Zielgruppe. Aber auch Männer mit Fetisch für Damenkleidung könnten zu ihr kommen. Ihre Leidenschaft für historische Kostüme entdeckte Silvia Bierbaum schon als siebenjähriges Mädchen. Inspiriert von der Fernsehserie „Unsere kleine Farm“ ließ sie der Gedanke nicht los, später mal Kleider aus eigener Hand zu gestalten.

Die Kunst der historischen Schnittführung und die Fertigungstechniken habe sie sich durch Bücher und moderne Medien angeeignet und verfeinert, erinnert sich Silvia Bierbaum, die aus ihrem Hobby mittlerweile eine Berufung gemacht hat und sich mit ihrer Handwerkskunst den Lebensunterhalt sichern will. Doch der Verkauf ihrer Maßanfertigungen ist nicht das einzige Standbein der Schneiderin.