Bis hin zum Nachbau eines miefig-plüschigen Wohnzimmers im Stil der 50er Jahre wurde der Zeitgeist dokumentiert. Zu besuch bei der Eröffnung war auch Klaus Farin, Leiter des Archivs der Jugendkulturen. „Unsere Analyse der Hefte zeigt, dass die Bravo politische Inhalte zum großen Teil ausspart. Aber sie zeigt auch, dass die Bravo es war, die musikalische Phänomene nach Deutschland brachte. In seiner Rede erläuterte er die Rolle der Bravo und ihren Wandel im Verlauf der Jahrzehnte. Die Wanderausstellung war vom 07.05. bis 07.07.2006 im Museum Villa Erckens zu sehen. Ob Beat oder Rock, Techno oder HipHop alles wurde durch die Bravo populär gemacht. An jedem Ausstellungsort ist der Anspruch der Ausstellungsmacher, viele authentische Erlebnisse der eigenen Bürgerinnen und Bürger einzufangen. Daher wurde bis zum Ausstellungsbeginn eine Broschüre produziert, die ganz persönliche Erlebnisse und Anekdoten beinhaltet. Als weitere Ergänzung der Ausstellung wurden auch Platten, Accessoires, Photos, Mobiliar, Comics etc. Jahren zwischen 1956 und 1990 gesucht, die die Bravo-Leser von damals anbieten. Begleitend zur Ausstellung gab es eine beachtliche Anzahl an an Veranstaltungen. U.a. Sonderführungen, Live-Acts von Punk-Rock bis HipHop, ein Bravo-Quiz und Promi-Besuche in der Villa.

Zudem stehe S. im Verdacht, ein Rechtsextremist blockiert. Der Fall schlug hohe Wellen - und hatte weitreichende Folgen fürs KSK. Nach dem Waffenfund in Collm entschied Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), die 2. Kompanie des KSK aufzulösen. Zu viele rechtsextreme Vorfälle hatte es in den vergangenen Jahren in diesem Truppenteil gegeben, zu oft waren Soldaten aus jener Kompanie negativ aufgefallen. Ein Offizier der KSK hat einen dramatischen Hilferuf an Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer gesendet. Die Verteidigungsministerin gibt der Bundeswehreinheit Zeitraum Zeit für eine Neuaufstellung. Philipp S. sitzt nach wie vor in Untersuchungshaft. Nach Informationen von NDR und WDR sind die polizeilichen Ermittlungen nun zu einem Abschluss gekommen. Ob Anklage erhoben wird, muss nun die zuständige Generalstaatsanwaltschaft in Dresden beschließen. Demnach muss der Soldat mit einer Anklage wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz rechnen. Mit einer Entscheidung ist in den nächsten Wochen zu rechnen, so Beteiligte.

Es werden auch Bilder über Wäscher und seine Jugend präsentiert, die bislang noch mit unsicherem Ausgang waren. Was den Band aber erst richtig interessant macht, besonders für alle jene, die mit diesen Helden der Vor-Fernsehzeit und Vor-Videospielzeitära aufgewachsen und sozialisiert worden sind, sind die ausgesprochen gut recherchierten Geschichten über die jeweiligen Serienhelden, die alle einzeln und ausführlich dargestellt und dem Leser zum Beispiel nochmals nahe gebracht werden. Allein die Geschichte Sigurds umfasst nicht ganz achtzig Seiten. Danach folgt jeweils eine penibel errichtete Bibliografie, mit Auflistung aller Serien und Hefte, die jemals dazu erschienen sind, mit Angaben der Preise, Größe, Erscheinungsort und -jahr. Der Leser merkt sofort, dass die Macher ihre Figuren und Geschichten lieben. Angereichert wird das Werk, im Gegensatz zu bei den Originalen damals, mit knallig-farbigen Illustrierungen, die auch wegen ihrer Größe und der gestochen scharfen Darstellung ihresgleichen suchen. Hier waren Liebhaber dabei, denen es vor allem Wohl Sache und nicht um den Profit ging. So ist ein wichtiges Stück deutscher Nachkriegsgeschichte nachbereitet und vergegenwärtigt worden, das Jahrzehnte lang auch von der Forschung verdrängt beispielsweise in Vergessenheit geraten ist. Selbst mir, der die Abenteuer von Sigurd und Falk, Tibor und Nick, wenn auch meist in Second Hand und Tausch, gern verfolgt und die Episoden gierig verschlungen hat. Hartmut Becker sei Dank, dass er dieses wieder in Erinnerung gerufen hat. Andreas C. Knigge: "Allmächtiger. Hansrudi Wäscher - Pionier der deutschen Comics", Verlag Comics etc, 494 Seiten, 49,90 Euro.

Irgendwo kann man Crumbs zeichnerische Unterstützung Charles Bukowskis als eine Art Dienst an einem noch älteren Bruder (als seinem eigenen gleichnamigen Bruder Charles) betrachten, dem er außer Zweifel nicht länger helfen konnte. In Zwigoffs Film, der in neunjähriger Arbeit mit geringsten Mitteln entstand, treten Crumbs beide Schwestern, kontrastiv die Brüder, nicht auf. Ich stelle mir die künstlerischen Produktionen der Schwestern vor in der Art der Zeichnungen von Wanda Gág der amerikanischen Kinderbuchillustratorin, bekannt durch ihre Bebilderungen der Grimms Märchen und ihr Buch "Millions of Cats". Indessen, die Schwestern haben sich komplett unsichtbar gemacht. Trotzdem ist es unvorstellbar, dass das künstlerische altezeitschriften.de/212-bravo-screenfun Talent in dieser Familie nur den Söhnen vorbehalten geblieben sein sollte. Egal was ihre Geschichte ist, man wird es entweder nie oder vielleicht erst in einigen Jahrzehnten erfahren. Robert Crumb hat sich aber in den letzten 20 Jahren vom "Underground"-Zeichner, als den ihn Wikipedia und alle anderen amerikanischen Medien fortwährend titulieren, weitgehend emanzipiert, und eben nirgends wo mehr so als in seinem Mega-Werk, "Genesis".

1967 weitergeführt und es erschienen danach im besten Falle noch wenige Sonderhefte. Nur vernünftig der Nachdruck-Serie von Ehapa wurden diese Hefte als weitere Boxen zu den ersten Micky-Maus-Heften dazuveröffentlicht. Zahllose dieser Sonderausgaben erfuhr in späteren Jahren eine Wiederveröffentlichung. Micky-Maus-Klub), später MMK Zeitung und MMK Magazin. Aufgrund der Ergebnisse einer Leserbefragung 1975 wurde der redaktionelle Teil nach 993 Heften wieder aus dem Heft genommen. Seit der Ausgabe 15/1990 enthält wieder jede Ausgabe einen (allerdings über Gesamteindruck Heft verteilten) redaktionellen Teil, bestehend zum Beispiel aus Witzen, TV-Programmhinweisen und werbenden Hinweisen auf andere Disney-Medien. Impertinent MMK Magazin in Ausgabe 1/1976 trug allerdings die Nummer 995, weil 1961 versehentlich die Nummern 216 und 217 übersprungen wurden. Hierbei Heft 7/1995 wurde die Rubrik „SPASS TV“ mit ausgewählten Programmempfehlungen auf 10 Seiten quasi als eingearbeitete TV-Zeitschrift eingeführt. Nachdem diese Rubrik in späteren Ausgaben zwischenzeitlich sogar 12 Seiten umfasste, wurde sie dann aber schrittweise auf 6 Seiten reduziert.